SARS in Singapur

Singapur. Das SARS - Virus (Schweres akutes Atemwegssyndrom) hat Singapur im Griff. Auch unsere neuapostolische Gemeinde ist betroffen. Der dortige Vorsteher, Hirte Joseph Sim, beschreibt die Situation:

Das Gesundheitsministerium unserer Stadt hat dazu aufgefordert, alle erdenklichen Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, um das Ausbreiten der lebensgefährlichen Lungenkrankheit auf die Inselrepublik zu verhindern.

Der Pastor einer anderen Kirche besuchte eine Jugendliche im Krankenhaus; sie starb innerhalb von drei Tagen, nachdem sie sich auf einer Reise nach Hongkong angesteckt hatte. Auch ihre Eltern sind mittlerweile gestorben. Um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, halten die meisten Kirchen ihre Gebäude für Gottesdienste und Versammlungen geschlossen. Kirchen, die dennoch geöffnet haben, verlangen von ihren Gemeindemitgliedern das Tragen von Gesichtsmasken. Auch das Händeschütteln ist verboten.

Schulen und Universitäten sind geschlossen, die Kinder bleiben zu Hause. Fabriken und Geschäfte haben ihren Mitarbeitern freigestellt, ob sie zu Hause bleiben wollen. Auch öffentliche Plätze bleiben vorerst geschlossen.

Unsere neuapostolische Gemeinde in Singapur hat ebenfalls Vorsichtsmaßnahmen für die Gesundheit unserer Glaubensgeschwister getroffen. Unser Gottesdienstraum befindet sich in einem sehr kompakten Gebäude mit wenig Luftzirkulation. Wir haben deshalb entschieden, unsere Gemeinde vorübergehend zu schließen. Mittlerweile haben wir aber unser Gebäude desinfiziert und die Ventilation gereinigt.

Die Gesundheitsbehörden beobachten die Lage und geben Hinweise. Am Flughafen arbeiten 100 Mediziner, um die ankommenden Passagiere zu untersuchen. Jeder wird auf eventuelle Anzeichen der Krankheit untersucht. Solche, die Symptome aufzeigen, kommen zur Quarantäne in eines der Krankenhäuser. Krankenwagen stehen dazu am Flughafen bereit. Alle medizinischen Mitarbeiter tragen Sicherheitskleidung.

Dies ist nur ein kleiner Bericht über die Situation in Singapur. Wir beten!

Joseph Sim

9. April 2003