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Zum Palmsonntag

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Wenn wir heute Palmsonntag feiern, folgen wir dem Brauch der Christengemeinde in Jerusalem. Schon um das Jahr 400 wird von ihr bezeugt, dass sie sich am Ölberg versammelt und in einer Prozession in die Stadt hinuntergeht. Die Kinder sollen dabei Palmwedel und Ölzweige in Händen getragen haben.

Wenn wir den Palmsonntag begehen, steht der Herr selbst im Mittelpunkt, der sich nach dem Bericht der Evangelien vor allem Volk als der Messias und Friedensfürst zu erkennen gibt.

Das Passafest erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der Gefangenschaft und stellt den Höhepunkt im jüdischen Festkalender dar. Seit den Tagen des Königs Josia rund 600 Jahre vor Christus darf das Passafest nicht mehr nur in der Familie gefeiert werden. Die Lämmer (Passalamm) für die Festmahle in den Familien dürfen seit dieser Zeit nur noch im Jerusalemer Tempel geschlachtet werden. Wer kein Lamm aus dem Tempel hat, der kann das Passamahl nicht vollständig feiern (vgl. 2 Könige 23,21-23).

Auch Jesus will das Passamahl in Jerusalem feiern. Er schickt seine Jünger voraus, um alles vorzubereiten. Jesus beschreibt ihnen, wie sie zu einem Reittier für ihn kommen: „Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt. Und sobald ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her! Und wenn jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das?, so sprecht: Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her. Und sie gingen hin und fanden das Füllen angebunden an einer Tür draußen am Weg und banden's los“ (Markus 11,2-4).

Einzug in Jerusalem

Alles geschieht wie Jesus es angekündigt hatte. Auf dem jungen Esel reitet der Herr in Jerusalem ein. Die Menschenmenge, die ihn willkommen heißt, wird vermutlich zum Großteil aus Pilgern bestanden haben. Sie legen ihre Kleider vor Jesus auf den Weg, streuen Palmzweige und rufen Hosianna (vgl. Markus 11,7-10). Diese wenigen Zeilen enthalten  alle Symbole, die auf den Messias verweisen.

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29 mars 2012