Grafik: NAC Australia

Ausmaß der Tsunami-Katastrophe wird langsam sichtbar

Grafik: NAC Australia

Sydney. Anfang April rauschte ein meterhoher Tsunami über Teile der Salomon Inseln im Südpazifik. Rund 50.000 Menschen sind direkt betroffen, auch neuapostolische Familien (wir berichteten). Mittlerweile ist es traurige Wirklichkeit, dass die Familie des auf der Insel Gizo tätigen Evangelisten Luther besonders betroffen ist: sowohl die Mutter des Vorstehers als auch zwei Cousinen haben ihr Leben verloren.

Ansonsten sind die Gemeindemitglieder auf der Insel wohlauf. Allerdings wurden gleich vier Kirchengebäude dem Erdboden gleichgemacht. Der Kraft des Wassers konnten die Steine nicht Stand halten.

Bezirksapostel Andrew Andersen aus Australien, der für den Inselarchipel der Salomonen verantwortlich ist, schreibt in seinem Zustandsbericht: „Unser Bezirksältester Bolana Deve war am 3. April auf der Insel, er gehörte zu denen, die gleich am Anfang erste Hilfe leisten konnten.“ Den Gemeindemitgliedern werde geholfen, auch durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz. Bezirksapostel Andersen: „Weitere Hilfe ist augenblicklich nicht nötig. Sobald die Menschen wieder ihr normales Leben aufnehmen können, werden wir den entstandenen Schaden ersetzen.“

UNICEF meldet, dass nach dem Tsunami auf den Salomon Inseln und Papua Neu Guinea über 2.500 Häuser zerstört und 25.000 Menschen obdachlos geworden sind. Meterhohe Wellen haben am 2. April zahlreiche Küstendörfer auf den Inseln verwüstet. Insgesamt 50.000 Menschen sind direkt von den Verwüstungen betroffen. Für tausende Menschen in überfüllten Notunterkünften muss die Wasserversorgung organisiert werden.

19 April 2007