Grafik: NAC Australia

Tsunami auf den Salomonen trifft auch neuapostolische Gemeinden

Grafik: NAC Australia

Sydney. Der für die Neuapostolische Kirche auf den Salomonen-Inseln zuständige Bezirksapostel Andrew Andersen aus Australien teilt mit, dass vermutlich drei neuapostolische Glaubensgeschwister der dortigen Gemeinde bei dem verheerenden Tsunami ums Leben gekommen sind. Bislang liegen noch keine zuverlässlichen Informationen vor.

Am vergangenen Montag, 2. April, traf eine riesige Flutwelle auf die Küste des Inselarchipels der Salomonen – zehn Meter hohe Wellen machten viele Gebäude in Küstennähe dem Erdboden gleich. Die Insel Gizo scheint am schlimmsten betroffen zu sein. Bezirksapostel Andersen erhielt Nachricht vom dortigen Leiter des Kirchenbezirkes, Bezirksältester Bolana Deve. Dieser befand sich gerade im Moment der Katastrophe zu Besuch bei neuapostolischen Familien.

Es heißt, dass die Region zurzeit völlig von der Außenwelt abgeschnitten ist; detaillierte Informationen kommen nicht durch. Doch vermutlich sind drei Gemeindemitglieder bei der Katastrophe ums Leben gekommen. Die Kirchenleitung in Australien leistet erste Hilfe, so gut es geht. Es wird jedoch noch Tage dauern, bis das ganze Ausmaß der Tragödie bekannt sein wird. Bezirksapostel Andrew Andersen: „Wir können jedes Gebet gebrauchen, denn die Menschen hier haben noch eine schlimme Zeit vor sich.“

Auf den betroffenen Inseln der Salomonen gibt es insgesamt 23 neuapostolische Gemeinden mit rund 750 Mitgliedern.

Die Salomonen sind ein Inselstaat im Südwestpazifik. Knapp 1.000 einzelne Inseln und Atolle gehören dazu, nur wenige sind bewohnt. Nach bisherigen Schätzungen der Hilfsorganisationen sind vermutlich 15 Menschen in den Riesenwellen ums Leben gekommen.

5 April 2007