Bezirksapostel Wilhelm Leber gibt Pressegespräch in Dortmund

G.L. Der Besuch von Stammapostel Richard Fehr und den vielen Aposteln aus ganz Europa zu Pfingsten 2003 in Dortmund war Anlass genug, über eine gezielte Pressearbeit dieses Ereignis einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Günter Lohsträter, Öffentlichkeitsbeauftragter des Bezirkes Dortmund-Süd, wandte sich mit seinen Vorstellungen zuerst an den zuständigen Bischof Horst Krebs und dann an Bezirksapostel Wilhelm Leber. Zur Konzeption der geplanten Pressearbeit sollte ein Pressegespräch am Mittwoch, 4. Juni 2003, gehören. Der Bezirksapostel nahm diese Idee gern auf und gab den Startschuss zur Arbeit. "Wir machen das", sagte er, "aber wir wollen das professionell und gut machen!"

Nun begannen die Vorbereitungen: Erarbeitung der möglichen Themen für das Pressegespräch, schriftliche Einladung der Journalisten aller Dortmunder Tageszeitungen und auch der Zeitungen um Dortmund herum, telefonische Nachbearbeitung der Einladungen, Zusammenstellen von Pressemappen, Erstellen der Pressemitteilungen, Herrichten des Raumes für das Pressegespräch mit zwei Schautafeln als Hintergrund, Beschaffung von Getränken und Imbiss etc.

An diesem Pressegespräch nahmen für die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen der Bezirksapostel Wilhelm Leber, Bischof Horst Krebs als Verwaltungsleiter, Bruder Bernd Klippert als Abteilungsleiter "Mission" und Evangelist Günter Lohsträter teil, der als Öffentlichkeitsbeauftragter das Gespräch moderierte.

Bischof Krebs begann mit einigen Ausführungen zur Geschichte der Neuapostolischen Kirche in NRW, zur Struktur, zu ihrer Verbreitung in NRW und zu den vielen von hier aus betreuten Gebieten von Französisch Guyana in Südamerika bis hin zu Yakutien in Fernostsibirien. Hier einige Stichpunkte seiner Ausführungen:

Die Neuapostolische Kirche in Nordrhein-Westfalen
Die Neuapostolische Kirche NRW ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts und eine von zehn Gebietskirchen in Deutschland. Seit dem 1. Januar 2003 ist Bezirksapostel Dr. Wilhelm Leber Präsident der Gebietskirche NRW und damit für die seelsorgerliche und administrative Leitung der Kirche verantwortlich. Damit hat er neben den drei norddeutschen Gebietskirchen auch die Verantwortung über weitere 530 Gemeinden mit rund 95.000 Mitgliedern in NRW übernommen. Der Anteil der neuapostolischen Christen in NRW an der Gesamtbevölkerung beträgt etwa 0,5 %.

Die Neuapostolische Kirche in Dortmund
Dortmund hat eine für neuapostolische Verhältnisse starke Anzahl von Mitgliedern. Auf dem Stadtgebiet gibt es 36 Gemeinden. Der Anteil neuapostolischer Christen an der Gesamtbevölkerung Dortmunds beträgt etwa 1,5 %. Die Gemeinden werden von rund 400 ehrenamtlich tätigen Seelsorgern betreut. Dortmund ist auch Verwaltungssitz der Neuapostolischen Kirche NRW. Von hier aus werden die administrativen Belange durch hauptberufliche Mitarbeiter zentral erledigt.

Von der Neuapostolischen Kirche NRW betreute Gebiete
Beginnend mit 1981 ist die Gebietskirche Nordrhein-Westfalen zuständig für die Betreuung von Hunderten von Gemeinden mit rund 280.000 Gläubigen im Ausland. Dazu zählen Länder mit portugiesischer Amtssprache. Allein in Angola leben über 150.000 neuapostolische Christen. Auch Gemeinden in den Ostseestaaten Litauen und Lettland sowie in Albanien und im Kosovo gehören dazu. Die Kirche ist ebenso in Russland tätig: in den südlich gelegenen Kaukasus-Republiken Armenien, Georgien und Aserbaidschan oder beispielsweise im Norden Russlands in den Gebieten Archangelsk und Murmansk. Ungefähr 60 Gemeinden mit gut 5.000 Mitgliedern verteilen sich im asiatischen Teil Russlands bis hin nach Jakutsk und Magadan in Fernostsibieren. Betreuung bedeutet: Personelle und finanzielle Unterstützung beim Aufbau und der Weiterentwicklung der Gemeinden sowie humanitäre Hilfe in den Gemeindegebieten, zum größten Teil aufgebracht durch Ehrenamt und durch Spenden der Kirchenmitglieder in NRW.

"NAK-karitativ"
über die von den neuapostolischen Gebietskirchen in Deutschland ins Leben gerufene Hilfsorganisation "NAK-karitativ" mit Sitz in Dortmund sammelt die Kirche zusätzliche Mittel für weltweite Hilfsprojekte. Damit beteiligt sie sich auch an öffentlichen Hilfsaktionen, wie z.B. während der Hochwasser-Katastrophe in Mitteleuropa im letzten Jahr. Allein dafür wurden etwa 3,5 Millionen Euro gespendet und den entsprechenden Projekten zur Verfügung gestellt.

Neuapostolisches Seniorenzentrum Fröndenberg
Seit 1998 gibt es das von der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen erbaute Seniorenzentrum in Fröndenberg mit 76 Heimplätzen und 30 Wohnungen sowie einem "Kommunikationszentrum" für gottesdienstliche und gesellige Veranstaltungen.

Bezirksapostel Wilhelm Leber lieferte einige Einblicke in seinen Lebenslauf, in seine Aufgaben und Verantwortungsbereiche und kam dann auf das Großereignis "Pfingsten 2003 in Dortmund" zu sprechen. Anhand einer Schautafel erklärte er den komplexen Ablauf der Satellitenübertragung, nahm aber auch Stellung zu inhaltlichen Fragen. Auch hier in Stichpunkten einige Informationen über seine Ausführungen:

Persönliches
Er berichtete kurz über seine "westfälischen Wurzeln" (geboren in Herford) und seinen beruflichen Werdegang: Mathematikstudium mit Diplom und abschließender Promotion zum Doktor phil. nat., Tätigkeit als Assistent an der Universität Hamburg, danach berufliche Tätigkeit in einem Wirtschaftsunternehmen. Seit seiner Ordination zum Apostel 1990 ausschließliche Tätigkeit für die Kirche mit wachsender Aufgabenfülle seit 1990: Zunächst als Apostel im Hamburger Raum, ab 1992 Bezirksapostel und damit Leitung der Gebietskirche Hamburg und Schleswig-Holstein, später kommen die norddeutschen Gebietskirchen Bremen und Mecklenburg-Vorpommern dazu, ab dem 1. Januar 2003 auch die Gebietskirche NRW.

Christliche Pfingstbotschaft
Das Pfingstfest gilt als Geburtsstunde der christlichen Kirche. Durch die Kraft des Heiligen Geistes begannen die Apostel, von Jesu Wirken zu erzählen und damit die Menschen zu bekehren. Sie redeten in allen möglichen Sprachen, denn die frohe Botschaft richtet sich an alle Menschen. Diese Botschaft weiterzugeben, ist Auftrag der Kirche. Auch die neuapostolischen Christen feiern das Pfingstfest zum Gedächtnis an den Tag, an dem der Heilige Geist von Gott auf die Gläubigen ausgegossen wurde. Auch sie sprechen - in der Erinnerung an das oben geschilderte Geschehen zu Jerusalem - von Pfingsten als dem "Geburtstag der Kirche Christi". Es ist ein Fest der Freude darüber, dass der Heilige Geist auch heute die Kirche Christi prägt. Pfingsten ist ein wichtiges christliches Fest im Kirchenjahr der Neuapostolischen Kirche. In den letzten Jahren ist die Bedeutung von Pfingsten in der Neuapostolischen Kirche besonders betont worden: Seit 1981 richtet der Stammapostel jeweils ein Grußwort an alle Kirchenmitglieder, das Bezug auf die zu erwartende Wiederkunft Christi nimmt; seit 1990 werden jeweils zu Pfingsten internationale Apostelversammlungen unter der Leitung des Stammapostels durchgeführt, im Jahre 2003 in Dortmund für den europäischen Raum.

Anhand einer Grafik erläuterte Bezirksapostel Leber, wie auf dem Weg über drei Satelliten und zwei Erdfunkstationen die Pfingstbotschaft des Stammapostels ca. 1,4 Millionen Teilnehmer erreichen wird. Unterwegs in Frankfurt werden noch 19 Sprachen hinzugefügt. Dann geht das Signal über "Eutelsat 1", "Intelsat 901" und" Eutelsat Atlanticbird" und die beiden Erdfunkstellen Raisting (Bayern) und Paris von Murmansk bis Kapstadt.

Zum Schluss fasste Evangelist Günter Lohsträter noch einmal alle Ereignisse rund um Pfingsten 2003 in Dortmund zusammen: Apostelversammlung; festliches Konzert am Pfingstsamstag; Festgottesdienst am Sonntag; Wiederholung des festlichen Konzertes am 22. Juni im Konzerthaus Dortmund als Benefizkonzert; Schecküberreichung an eine begünstigte Schule am 26. Juni im neuapostolischen Gemeinschaftszentrum Dortmund (GZD). Er lud die Journalisten zum Pfingstgottesdienst ein und bat um Berichterstattung nicht nur von diesem Pressegespräch, sondern auch vom Gottesdienst.

Die Journalisten zeigten großes Interesse, noch mehr über die Missionsarbeit der Neuapostolischen Kirche NRW zu erfahren. Günter Lohsträter versprach, nach seiner Fernostsibirien-Reise Mitte August 2003 ein Interview über seine Reiseerlebnisse zu geben.

7 July 2003