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Integrität und Verantwortlichkeit: Diesen Zielen sieht sich die Neuapostolische Kirche auch organisatorisch verpflichtet. Sicherstellen sollen das Leitungsprinzipien, die gerade eine neue Stufe erreicht haben.
Unter dem Stichwort „Good Governance“ geht es um die Prinzipien einer werte- und regelbasierten Organisationsführung. Dazu zählen Aspekte wie Einheit, Kontinuität, Entscheidungsfindung, Verantwortung, ethisches Handeln, Sorgfaltspflicht, Aufsicht, Transparenz und Stellvertretung.
Entsprechende Prinzipien hat die Delegiertenversammlung als oberstes Entscheidungsorgan der weltweiten Kirche für administrative und finanzielle Angelegenheiten im Mai 2023 verabschiedet. In die Pflicht genommen sind damit die Neuapostolische Kirche International (NAKI) als Dachverband aller aktiven Apostel ebenso wie die Gebietskirchen als juristische Personen in rund 200 Ländern.
Gebietskirchen im Prüfverfahren
Seitdem läuft im Rahmen der Selbstkontrolle ein Prüfprozess, inwieweit die Gebietskirchen den Vorgaben genügen. Eine erste Runde betraf die etwa zwei Dutzend größten Gebietskirchen. Dabei konnten keinerlei schwerwiegende systemische Mängel festgestellt werden.
In der neuen Runde stehen nun die kleineren Gebietskirchen auf dem Prüfstand. Rückmeldungen sind bereits aus rund 100 Ländern eingegangen. Die Auswertung läuft noch. Mit dem Zwischenstand befasste sich der NAKI-Vorstand in seiner jüngsten Sitzung.
Konkrete Maßnahmen
Dieses Gremium ist ein Beispiel dafür, wie die Kirche die Leitungsprinzipien in konkrete Maßnahmen umsetzt. So wurden die finanziellen Entscheidungsbefugnisse des internationalen Kirchenpräsidenten (Stammapostel) beschränkt und die weitergehende Verantwortung auf das neu gegründete Kollegialorgan übertragen.
Auch die Prinzipien selbst werden Überprüfungen unterzogen. So hat der NAKI-Vorstand kürzlich den Punkt „Interessenkonflikt“ konkretisiert. Ergänzt wurden Definitionen und Beispiele dafür, wie Entscheider durch persönliche Interessen beeinflusst werden könnten, sowie Vorgaben, was in denkbaren Situationen zu tun ist.
Mit dem Thema „Good Governance“ setzt die Neuapostolische Kirche ihre kirchenstrategische Arbeit an internationalen Standards fort. Dazu gehörten in vergangenen Jahren die Minimalanforderungen für den Betrieb von Gemeinden sowie die globale Risiko-Abschätzung für den Bestand von Gebietskirchen.
10. April 2025