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Mit dem weltweit übertragenen Gottesdienst ist die neuapostolische Pfingstversammlung 2025 zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt der Predigt standen die Bereitschaft zur Veränderung und der Weg zur Wahrhaftigkeit.
Stammapostel Jean-Luc Schneider stellte den Gottesdienst in Wiesbaden (Deutschland) unter das Bibelwort aus Johannes 16,13: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten.“
Seit Pfingsten wirke der Heilige Geist in der Kirche Christi und führe die Gläubigen in alle Wahrheit. Drei Aspekte rückte der Stammapostel besonders ins Blickfeld: die Wahrheit über Gott, die Wahrheit über jeden Gläubigen und die Wahrhaftigkeit des Einzelnen.
Der Heilige Geist zeigt die Wahrheit
Der Kirchenleiter warnte vor dem alttestamentlichen Bild des strengen und strafenden Gottes. „Wir erkennen Gott in den Worten und Taten und in dem Wesen Jesu Christi“, hielt er dem entgegen: „Wir sehen die Welt und das Geschehen in der Welt im Licht des Evangeliums. Wir sehen die Mitmenschen im Licht des Evangeliums. Wir sehen unser Leben und unsere Zukunft im Licht des Evangeliums.“
Im Spiegel der Predigt zeige der Heilige Geist, „wer wir wirklich sind“. Einerseits fehlbarer Mensch, andererseits aber auch Gottes geliebtes Kind. „Der Heilige Geist sagt uns, was wir machen sollen und was wir können.“ Und das bedeute: „Mache einfach, was Gott von dir verlangt. Dann wirst du entdecken, welche Gaben er dir gegeben hat. Und dann ist die Beziehung zu Gott in Ordnung.“
Der Stammapostel kritisierte das Maß an Selbstdarstellung in den sozialen Medien. „Dafür hat die Bibel einen Begriff: Die Menschen wollen den Menschen gefallen.“ Aber der wahre Christ wolle vielmehr Gott gefallen: „Lasst uns unsere Zeit, Kraft und Energie nutzen, um in das Ebenbild Jesu Christi hineinzuwachsen.“
Co-Predigt als designierter Nachfolger
Zur Co-Predigt rief der Kirchenleiter unter anderem Apostel Helge Mutschler auf, den er zum Ende des Gottesdienstes zum Stammapostelhelfer ernannte und damit zu seinem designierten Nachfolger erklärte. „In einer Welt voller Lügen dürfen wir ganz sicher um die Wahrheit wissen.“
„Gott sei Dank öffnet uns der Heilige Geist die Augen“, sagte der Apostel. Über Gott: „Ich bin die Liebe.“ Über den Gläubigen selbst: „Du bist wer in den Augen Gottes.“ Und über die Mitmenschen: „Niemand hat das Recht, andere herabzuwürdigen.“ Sein Fazit: „Lasst uns in dieser gespaltenen Welt – an unserem Platz – durch die Kraft des Heiligen Geistes Gutes tun und Frieden stiften.“
8. Juni 2025