Gemeinschaft der Getauften

Kirche ist die Gemeinschaft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Sie lässt sich überall dort erleben, wo die Getauften ihren Glauben aktiv leben. Und das ist nicht auf eine bestimmte Konfession beschränkt.

Ein Teil der Kirche Christi

Die Neuapostolische Kirche versteht sich als Teil der Kirche Christi. Damit ist keine einzelne Denomination gemeint, sondern die Gemeinschaft aller Menschen, die Jesus Christus durch die Taufe, den Glauben und das Bekenntnis angehören. Wer der Kirche Christi angehört, das weiß nur Gott, denn nur er kann den Glauben jedes einzelnen Menschen in der Tiefe beurteilen.

Die Vielheit christlicher Kirchen hat sich ergeben aus kulturellen, sozialen und geschichtlichen Unterschieden sowie verschiedenen Interpretationen der Heiligen Schrift. Das Neue Testament spricht von der Kirche Christi als dem Leib Christi. Demnach haben die Glieder unterschiedliche Funktionen und wirken dennoch zusammen.

Mit Respekt im Dialog

Die Neuapostolische Kirche und ihre Mitglieder achten die Religionsausübung anderer Menschen und äußern sich nicht abwertend darüber. Sie bemühen sich um ein gutes, friedliches Verhältnis auf der Basis gegenseitigen Respekts. Jede Art von religiösem Fanatismus lehnt die Kirche ab.

Die Apostel wurden und sind von Jesus Christus für seine gesamte Kirche gegeben. Dies ermutigt die Neuapostolische Kirche, verstärkt den Kontakt mit anderen christlichen Konfessionen zu pflegen. In einer pluralistischen Gesellschaft beteiligt sich die Neuapostolische Kirche am interkonfessionellen Dialog, um gemeinsam christliche Werte zu vertreten und das gegenseitige Verständnis zu vertiefen.

Vor Ort aktiv

Die Neuapostolische Kirche steht der ökumenischen Bewegung offen gegenüber. Das Leitmotiv lautet: Einheit in versöhnter Verschiedenheit unter Wahrung der Identität der jeweiligen Kirche. Alle ökumenischen Kontakte haben stets Jesus als Mittler und Zentrum vor Augen. Seit den 2000er Jahren ist die Kirche zunehmend in ökumenischen Gremien vertreten.

Die Neuapostolische Kirche fördert aktiv die Belebung gut nachbarschaftlicher Beziehungen mit anderen Kirchen und Glaubensgemeinschaften auf örtlicher Ebene. Dies geschieht vorzugsweise durch Einladungen zu besonderen Anlässen und durch Benefizveranstaltungen zu karitativen Zwecken.